-Wer ist Sandra? Wo wurdest du geboren, was macht dich aus und was sollten wir über dich wissen?

Hi, ich bin Sandra, geboren und aufgewachsen in und um Frankfurt am Main. Die Region hat viele Flüsse, aber ich wusste schon sehr früh das ich mehr wollte, um nicht zu sagen – Meer. Mehr Natur. Mehr Wasser. Mehr Wellen. Mehr Freiheit. 

Als Kind sagte ich mal zu meinen Eltern – eines Tages werde ich am Meer leben und eine Palme in meinem Vorgarten haben. Das ist mein Lebensziel – nicht mehr und nicht weniger.

Da bei uns keine Palmen wachsen, zog ich 2010 los auf die Suche und habe bis heute nicht damit aufgehört… 

Mittlerweile nenne ich den hohen Norden Deutschlands mein Zuhause (Sankt Peter-Ording). Für diejenigen, die es nicht wissen – wir haben eine kleines Stück Küste in Deutschland ;-) 

Meine Sommer verbringe ich am Strand, arbeite für ein Wassersportcenter, unterrichte Beach-Yoga-Kurse frühmorgens und Yoga Workshops oder Yoga Retreats am Wochenende. 

Dieser Küstenstreifen hier bei uns ist Teil des Weltnaturerbes, die Natur ist also atemberaubend und wunderschön. Das Wasser kommt und geht (Nordsee eben..), baut mehr oder weniger stürmische Wellen auf und irgendwie riecht es immer nach Freiheit. 

Palmen gibt’s allerdings nicht, sonst würde ich vielleicht mal aufhören mit der Suche.. 

Zum Glück gibt es aber liebevolle Menschen die Palmen im Vorgarten haben und mich immer in ihrem zu Hause willkommen heißen.

Ihr wisst von wem ich spreche, oder? Ich bin sehr dankbar, ein Teil der NEXO-Familie zu sein.  

-Wie ist Yoga in dein Leben gekommen und wie bist du dazu gekommen, es zues zu unterrichten?

Yoga war mein Anker auf all meinen Reisen. Entweder wählte ich meinen Reiseort nach der Yoga Community vor Ort aus, oder suchte gleich nach meiner Ankunft nach dem nächstgelegene Yogastudio. So traf ich viele Gleichgesinnte und unglaublich inspirierende Menschen, mit denen ich tiefe Gespräche eintauchen konnte und lernte viele verschiedene Yogastile kennen. 

Ich wurde neugierig – warum fühlte ich mich nach jeder Praxis so anders? Ich begann tiefer zu graben, ging zu Workshops unterschiedlicher LehrerInnen und machte 2012 meine erste Ausbildung zur Yogalehrerin. Eine Ausbildung zur Lehrerin war damals der einzige Weg tiefergehendendes Wissen zu erlangen. Nach einer Weile machte es einfach keinen Sinn mehr, Wissen nur zu konsumieren. Ich verspürte den Drang mein Wissen über diese Praxis, die mich so sehr verankerte, während ich immer noch nach mehr suchen konnte, zu teilen. 

-Worin bist du ausgebildet und worauf hast du dich spezialisiert?

Als ehemalige Turnerin und Sportlerin hatte ich mit vielen Verletzungen zu kämpfen, die während der Yogapraxis immer wieder auftraten. Daher fühlte ich mich in ausrichtungsbasierten Yogastilen wohler und wurde neugierig auf die Wirkung, die sie auf meinen Körper haben, sowohl kurz- als auch langfristig. 

Das ist es, was ich heute unterrichte – ausrichtungsbasiertes Yoga. 

In meinen Klassen entwickeln wir ein Bewusstsein dafür was unser Körper braucht, um ein besseres muskuläres Gleichgewicht zu finden. Ich glaube daran, dass wir durch den bewussten Umgang mit unserem Körper den Weg zu unserem inneren Wesen ebnen, uns selbst besser verstehen lernen und dadurch klügere Entscheidungen treffen. 

Freiheit, Stabilität & Beweglichkeit sind 3 Attribute die sich in meinem Unterricht, genau wie in meinem Alltag wieder finden. Mein Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem sich jeder wohlfühlen kann – unabhängig von seinen Vorkenntnissen.

-Praktizierst du noch Yoga mit anderen LehrerInnen oder übst du nur noch alleine alleine? Welche Art von Praxis magst du am liebsten? Ist das schon immer so gewesen oder ändert sich das je nach Situation?

Ich werde immer zuerst Yogaschülerin sein. Ich gebe weiter, was ich für mich selbst erfahren habe. Nicht mehr. Nicht weniger. 

Ich strebe ständig nach tieferem Wissen, meine Neugier ist noch lange nicht gestillt. Je mehr Fortbildungen ich besuche desto klarer wird mir, wie spannend der Weg ist der noch vor mir liegt

So oft wie möglich praktiziere ich mit meinen LehrerInnen offline aber auch online. 

Ansonsten praktiziere ich für mich selbst, womit ich nicht nur Asana meine. In diesem Punkt hat sich meine Yoga Praxis im Laufe der Jahre verändert – Asana und Biomechanik sind nicht mehr der einzige Fokus meiner Praxis. Die tantrische Yogaphilosophie und die Arbeit mit dem Geist sind mir gleich wichtig geworden.

-Wie hast du die Zeit als Yogalehrerin hier bei uns im NEXO Surfhouse erlebt?

Yoga befriedigt unsere Sehnsucht nach Zugehörigkeit, ein tief verwurzeltes Gefühl der Verbundenheit, das in uns allen steckt. Yoga bringt Menschen zusammen, manchmal nur für die Dauer der Praxis. Manchmal aber auch weit über die Praxis auf der Matte hinaus. Das ist der Grund, warum ich mich in Yoga verliebt habe und dabeigeblieben bin. Genauso ging es mir mit NEXO. 

Der Aufenthalt bei NEXO ist das Äquivalent zu dieser uralten Praxis. NEXO ist ein Ort der Verbindung und des Austauschs, befriedigt deine Sehnsucht nach Zugehörigkeit, während du deine Urlaubserlebnisse mit Gleichgesinnten teilst und für langfristige Erinnerungen sorgst. 

Jetzt stell dir vor, du unterrichtest Yoga in einem Umfeld von Menschen, die die Weisheit der alten Yogis aus vollem Herzen heraus leben, und das teilweise ohne jemals auf der Yogamatte gestanden zu haben ;-)

Sagen wir – es war herzlich, fröhlich, nährend und bereichernd. Ich habe mich im Jahr 2017 in diesen Ort verliebt und komme seitdem immer wieder gerne zurück. Nicht nur wegen der fehlenden Palmen in meinem eigenen Vorgarten… ;-) 

-Warum empfiehlst du in unserem Surfhouse Yoga zu praktizieren? (falls du es tust..)

Abgesehen von den Palmen neben eurer Yoga Shala? ;-) 

Ich persönlich liebe es dem Klang der Natur zu lauschen beim Praktizieren. Es hinterlässt bei mir immer ein Gefühl von tiefer Verbundenheit und Zufriedenheit. 

-Willst Du uns noch etwas erzählen oder hinzufügen?

Danke für Euch